Kluges?

Mein Versuch, die Welt zum Besseren zu verändern

Wegweisende Gedanken des großen Philosophen Precht zu Klimawandel, Onlinehandel und Politikern

Auf phoenix mit Begleittext: https://www.phoenix.de/sendungen/gespraeche/phoenix-persoenlich/alfred-schier-im-gespraech-mit-richard-david-precht-a-1235950.html

Auf YouTube: https://youtu.be/Q-FgTHUYA78

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Ist „Beratende Demokratie“ die Alternative zur althergebrachten repräsentativen Demokratie?

„Die grundlegende Idee der repräsentativen Demokratie [besteht] darin, zu delegieren. Man delegiert seine Macht, und kann dann die Person, für die man gestimmt hat, vier oder fünf Jahre später zur Rechenschaft ziehen. Aber die Menschen sind nicht mehr […] bereit, ihre Macht abzugeben.

Ein interessanter Entwurf, der sogar die Problematik des Konzepts „Volkspartei“ anschneidet.

https://www.ipg-journal.de/interviews/artikel/deliberative-demokratie-macht-buerger-gluecklich-3510/

Über Volksparteien

In einer ganz ausgezeichneten Analyse der FAZ erhellen sich die Gründe, die zum Entstehen und Niedergang der „klassischen“ Volksparteien wie SPD und CDU führten.

Ich selbst war nie vom Konzept „Volkspartei“ überzeugt. Für mich ist es wichtig, in einer Partei auch die Parteinahne (!) für eine bestimmte Sache oder Seite erkennen zu können. Nicht die Parteien sollten Meinungen formen, sondern Meinungen sollten Parteien formen.

Ich übersehe dabei nicht, dass gerade das strikte Zweiparteiensystem eine lange Erfolgsgeschichte hat. Schon Caesar beschreibt es 52 v. Chr. für Gallien. Die USA genießen es noch heute und schaffen es, die kleineren Parteien vollkommen aus dem Parlament herauszuhalten. Das gelang der Bundesrepublik in den Jahren des Wirtschaftsbooms nur annähernd, wobei die FDP zwar im Parlament vertreten war, aber höchstens als Zünglein an der Waage Bedeutung hatte. Um so vehementer wurde das Emporkommen anderer Parteien bekämpft, zuerst der Vierten Partei als bundesweite Ausbreitung der CSU, dann der Grünen, dann der PDS und zuletzt der AfD. Im Vereinigten Königreich ist zumindest die Bestuhlung des Parlaments noch auf zwei Parteien ausgelegt.

Meine Ablehnung der Volksparteien beruht auch auf solch offensichtlich undemokratischem machtorientierten Verhalten, aber vor allem in dem nicht lösbaren Widerspruch zwischen dem Anspruch, alle politischen Richtungen, die es im Volk gibt, zu vereinen und sich gleichzeitig scharf genug abzugrenzen von einer anderen Volkspartei, die denselben Anspruch erhebt.

Konsequent zu Ende gedacht bedeutet das, dass es nur eine Volkspartei geben kann, also ein Einparteiensystem. Innerhalb einer Volkspartei muss es ja eine irgendwie geartete, nach Vogabe des Gesetzes ausdrücklich demokratische Willensbildung geben, um die unterschiedlichen politischen Richtungen zusammenzuführen, was doch aber eigentlich im Parlament in aller Öffentlichkeit zu geschehen hat. So erklärt sich rein beiläufig, warum es in Staaten mit einem Einparteiensystem keine sichtbare Demokratie gibt – sie ist dort für die Willensbildung unnötig.

Unsere neue vielfältige Parteienlandschaft gefällt mir sehr gut. Sie ist echter Ausdruck einer pluralistischen Gesellschaft.

In unserer seltsamen Demokratie haben es die wenigen Reichen zu sagen

Es wird wohl immer so sein, dass es Reiche und Arme gibt, Besitzende und Besitzlose. Es ist sicher auch unabänderlich, dass es wenige Reiche und viele Arme gibt. Wichtig ist, dass der Staat seine Aufgabe darin sieht, die Interessen der Schwachen gegenüber den Starken wahrzunehmen, denn das wäre wahrer Sozialstaat.

Zurzeit scheint es eher umgekehrt zu sein, dass nämlich der Staat von den reichen starken Besitzenden beeinflusst ist und der Sozialstaat sich auf das Abspeisen der schwachen Armen (mit Sozialleistungen) beschränkt.

Wie das in einer Demokratie passieren kann, in der die Mehrheit das Sagen hat, ist rätselhaft, denn die Mehrheit, das sind doch die Armen.

René Girard im Interview über Neid, Grausamkeit und Glauben

https://www.nzz.ch/feuilleton/rene-girard-spricht-ueber-neid-grausamkeit-und-glauben-ld.1464403

Strafe fürs Arztschwänzen! Unpünktlichkeit wird zum wirtschaftlichen Problem!

Wer erinnert sich noch an die Abschaffung der Kopfnoten? Disziplin, Teilnahme am Unterricht und Fleiß wurden als Sekundärtugenden verächtlich gemacht.

Und so erschienen sie eine Tages nicht mehr zum ersten Arbeitstag oder schon gar nicht mehr zum Bewerbungsgespräch, und jetzt eben auch nicht mehr beim Arzt.

Das Pendel schlägt zurück!

Längst hat man erkannt, dass Sekundärtugenden wichtiger sind als reines Wissen. Jetzt das.

Wieder eine Generation, die scheitert, weil man an ihr Menschenversuche in Erziehung begangen hat.

Warum Historiker die alten Generationen oft nicht verstehen

Soeben las ich in einem Blog von einem Piloten, der in Spanien bei der Legion Condor war und mit 83 Jahren noch Kunstflug vorführte.

Ist so jemand ein ewig Gestriger Militarist? Oder nicht eher ein flugbegeisterter junger Mann, der eine seltene Gelegenheit ergriff, um fliegen zu können?

Es sieht doch so aus: Er möchte fliegen – die Luftwaffe bietet es ihm. Warum sollte er nicht zugreifen? Luftwaffe war „hip“, modern und aufregend. Militär war damals noch nichts verwerfliches. Es hatte eher ein zu gutes als ein schlechtes Ansehen, und zwar überall auf der Welt. In den USA ist es heute noch so.

Dann schicken sie ihn nach Spanien. Warum soll er nicht gehen? Die Führung sagt, es sei eine gute Sache. Warum soll man nicht für die gute Sache kämpfen? Die Interbrigadisten kämpften natürlich auch für eine gute Sache. Es war damals noch so, dass der Normalbürger der Regierung, die früher gottbegnadet und später gewählt war, auch glaubte und vertraute. Deshalb gehorchte man ihr auch. Politische Menschen mit anderer Meinung gründeten eine Partei und kämpften wiederum für eine gute Sache.

Aus diesen Zeiten stammt noch die Form unserer Gesetze, die Regeln aufstellen, ohne sie zu begründen. Die Zuständigen haben beschlossen, dass es so gut ist, also gilt es. Das war das System; heute sind Hinterfragen, Infragestellen und Ungehorsam das System. Ich will hier nicht diskutieren, was besser ist, ich will nur erklären, warum man die damalige Denk- und Handlungsweise nicht mit heutigen Maßstäben messen kann.

Blitzer als Abzocke?

Ich kann es nicht mehr hören. In jeder Diskussion um Geschwindigkeits-Kontrollen kommt unweigerlich irgendwann der Begriff „Abzocke“ vor. Dabei sind es doch die Betroffenen, die um Leben und Gesundheit ihrer Mitbürger zocken. Zu schnelles Fahren ist wie russisches Roulette.

Zudem hat es jeder selbst in der Hand oder besser im Fuß. Zeigt es doch den Abzockern! Hungert sie aus!

Online? Vor Ort? Welche ist die richtige Apotheke?

Die öffentlichen Apotheken sind einerseits Handelsgeschäfte, andererseits diversen Gesetzen unterworfene Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Viele der Gesetze gelten nur in Deutschland. Daher können im Ausland basierte Versandapotheken oft Vergünstigungen anbieten, die den inländischen Apotheken untersagt sind. Andererseit können sie wichtige Leistungen wie den Notdienst nicht erbringen.

Die EU unterstützt diese Ungleichheit. Das Ziel scheint zu sein, die öffentliche Apotheke nach deutschem Recht abzuschaffen. Genau das ist aber auch die Lösung.

Es findet ja kein wirklicher Markt statt, wenn einer der Marktteilnehmer durch Vorschriften massiv behindert wird. Da diese aber zum Schutz der Volksgesundheit unumgänglich sind, kann das ganze Konstrukt so nicht bleiben.

Ich bin der Meinung, dass die öffentlichen Aufgaben der Apotheken an öffentliche Einrichtungen verlagert werden müssen, die nicht auf Gewinnerzielung angewiesen sind, z.B. die Krankenhausapotheken, die ja schon heute keine Marktteilnehmer sind. Diese könnten BTM unter Verschluss halten, Rezepturen anfertigen und den Nacht- und Wochenenddienst leisten.

Damit hätte sich die traditionelle Apotheke erledigt. Den Rest kann man getrost in den Markt entlassen.

Ist das jetzt Demokratie?

Das fragen sich viele, und die Antwort ist: „Nein, wir leben in einer Oligarchie,“ einer Herrschaft der Reichen, die nur an ihrem Eigennutz interessiert sind. Es besteht aber noch Hoffnung. Lies hierzu den Artikel Verfassungskreislauf.

Unbefleckte Empfängnis – ein ewiges Missverständnis

Über die Unbefleckte Empfängnis sollte man nur Witze machen, wenn man weiß, worum es sich handelt. Nämlich nicht um das, was alle denken. Und so macht man sich dann einfach nur lächerlich.

Erklärung für Nichtchristen: Es geht bei der Unbefleckten Empfängnis nicht darum, dass Maria keinen Sex gehabt hätte, sondern dass sie ohne Erbsünde war.

siehe Wikipedia

Die liebe Bahn

Bei der Bahn läuft’s nicht rund, und das wäre bei einer Firma, die vom Rad lebt, wirklich wichtig. Nun soll sie umstrukturiert werden. Das ändert aber eigentlich nichts, denn bei einer Umstukturierung werden ja nur Aufgaben verschoben, aber nicht gelöst.

Was bestimmt das Verhalten einer Firma? Einkauf, Produktion, Verkauf.

Beim Einkauf hat der Eigentümer „falsche Anreize geschaffen“ (Buchsteiner/Dahl in RuhrNachrichten v.22.12.18). Das ließe sich ja noch leicht ändern.

In der Produktion, hier also Dienstleistung (auch wenn z. B. die Post meinen Brief als ihr Produkt ansieht, obwohl sie nur den Transportdienst leisten soll), geht es um Kosten für Personal und Material. Die wurden ja bereits bis zur Schmerzgrenze gesenkt. Rollendes Material wird auf Verschleiß gefahren, es fehlen zigtausend Mitarbeiter.

Beim Verkauf zählen Qualität und Preise. Da mit der Kostensenkung auch bereits an der Qualität gekratzt wurde (Pünktlichkeit – 1899 schaffte man noch 99%), Freundlichkeit, Komfort), bleiben nur die Preise. Da sehe ich die letzte Möglichkeit einer Nachsteuerung.

Die Preise muss man nun aber noch in Fracht- bzw. Ticketpreise und Subventionen unterteilen, also das, was der Kunde für die Transportleistung bezahlt und das, was seine Nachbarn ihm zuschießen, ohne selbst mitzufahren. (Die jeweiligen Anteile sind mir leider nicht bekannt.)

Über die Subventionen entscheiden letztlich Abgeordnete, die schon immer Freihfahrt erhielten, während im ÖPNV der Trend In Richtung Abschaffung der Tickets geht.

Bereits im 19. Jahrhundert gab es – rund eine Generation nach der Erfindung der Eisenbahn – eine Welle von Vergesellschaftungen zu Staatsbahnen und städtischen Verkehrsunternehmen. Vor einer Generation erlebten wir eine Privatisierungswelle, die nicht den gewünschten Erfolg hatte. Eines unserer teuren Experimente, für die wir nun absolut kein Geld mehr haben.

Nun werden wir alle wieder zur Kasse gebeten. Es geht wohl nicht anders.

Wann ist eigentlich Weihnachtszeit?

Früher, als wir alle noch weniger Geld hatten, gab es (jedenfalls in Münster) in der Adventszeit Masten mit Adventskränzen und erst zu Weihnachten Weihnachtsbäume. Damals feierten wir Weihnachten als Fest, das an Heiligabend begann. Heute glauben wir scheinbar, Weihnachten sei die Zeit, in der Weihnachtsartikel verkauft werden, also von September bis Heiligabend. Der Handel wirbt in dieser Zeit mit Weihnachten, aber es ist noch kein Weihnachten.

Die Welt ist nicht einfach

auch wenn einige es sich wünschen. Deshalb kommt man mit einfacher, also vereinfachender Meinung nicht weiter, deshalb ist es aber auch so schwer, Vorurteile zu überwinden, denn die machen uns die Welt einfach. Zu einfach eben.

The difference between states with or without freedom

The main difference between states with or without freedom is whether you survive or not after speaking against the government.

(Image: l’art du trolling via facebook)

Verdienen wir unsere Demokratie überhaupt?

Die Tagesschau meldet:

Der Vorstand der CSU hat beschlossen, dass Söder Ministerpräsident von Bayern wird! In anderen Bundesländern beschließt das der Landtag!

Es ist bestürzend, dass heute ganz offen über die Verletzung demokratischer Rechte gesprochen werden kann, ohne dass ein Aufschrei durch’s Land geht.

Ein anderes regelmäßiges Beispiel ist ja, wenn für die Abgeordneten der Fraktionszwang aufgehoben wird. Dabei es ein Fraktionszwang verfassungswidrig!

Ein Volk, dass sich sowas bieten lässt, verdient keine Demokratie!

Die fragwürdigen Leistungen der Wehrmacht

Das ist das Bemerkenswerte: Die militärischen Leistungen der Wehrmacht werden vor allem von ihren Gegnern anerkannt. Sicher nicht ganz ohne Hintergedanken, denn es hebt gewiss ihre eigene Leistung, wenn sie einen starken statt eines schwachen Gegners besiegt haben.

Aber wir loben ja auch z.B. die Waffentechnik, ohne auf deren Opfer zu schauen. Die Wehrmacht war auch so ein Instrument, das gut funktioniert hat. Nur war es leider in falsche Hände geraten.

Die Wehrmacht wurde auch für ideologische Kämpfe eingesetzt, und fanatische Kommandeure haben das gerne mitgetragen. Das hat den Blick verstellt und lässt es politisch korrekt erscheinen, kein gutes Haar an der Wehrmacht zu lassen.

Es ist aber nicht nötig, das Kind mit dem Bade auszuschütten; man kann die Wehrmacht, vor allem die Leistungen und das Opfer der deutschen Soldaten würdigen und respektieren und dennoch die Nazis und ihre Verbrechen verdammen.

Homöopathie hilft (2)

In der Münchner Kopfschmerzstudie konnte die Wirkung der Homöopathie bewiesen werden, und zwar als Placebo-Effekt. Was sich abfällig anhört, ist jedoch genau das, was ich im Teil 1 gesagt habe.

„Zwischen Homöopathikum- und Placebo-Gruppe waren keine statistisch signifikanten Unterschiede erkennbar.“ Was zu beweisen war: Homöopathische Mittel sind Placebos. Ich betone, dass diese Tatsache nicht die Methode entwertet. Im Gegenteil sollte sie als (psychotherapeutisch) fundierte Methode betrachtet werden, die wie jede andere Methode ihren Platz hat. Was wiederum bedeutet, dass sie kein Allheilmittel ist, das andere oder gar alle anderen Methoden ohne weiteres ersetzen könnte.

AUFRUF ZUR GRÜNDUNG DER GESELLSCHAFT ZUR RETTUNG DES WÖRTCHENS „DENN“

Immer wieder sagt einer „weil“, gefolgt von einem falschen Satzbau. Es macht mich langsam wahnsinnig.

Zuerst war es wohl ein sprachlicher Kunstgriff eines Journalisten, weil so eine Sache fiel auf. (Richtig wäre: „…, weil so eine Sache auffiel.“) Mittlerweile glaubt offensichtlich die breite Öffentlichkeit, der falsche Satzbau sei richtig. Das nach dem „weil“ notwendige Umstellen des Satzes ist zugegebenerweise ein wenig mühsam, aber mit einem winzigen Wörtchen könnte es ja vermieden werden. Ein „denn“ anstelle des „weil“ macht die Umstellung ganz einfach überflüssig. (Im o. a. Beispiel: „…, denn so eine Sache fiel auf.“) Aber das Wort „denn“ scheint ganz einfach in Vergessenheit geraten zu sein.

Daher wünsche ich mir eine Gruppe von engagierten Mitmenschen, die bei jedem vorkommenden Fall den Urheber anspricht sowie allgemein für eine bessere öffentliche Wahrnehmung sorgt. Es gilt, ein Stück Sprachkultur zu retten!

Rettet das „denn“!

Wer ist „von hier“ und wer ist „Fremder“?

Wer ist Bewohner und wer gilt als zugezogen? Die Westdeutschen, als die Vertiebenen und Flüchtlinge aus dem Osten kamen? Die Westfalen, als die Polen zum Bergbau kamen? Die Sachsen, als die Franken kamen? Die Germanen, als die Römer kamen? Die Jäger und Sammler, als die Ackerbauern und Viehzüchter kamen? Die Neandertaler, als die Homo sapiens kamen? Und sind die Neandertaler, oder wer auch immer die ersten Menschen hier waren, etwa aus dem Boden gewachsen oder nicht doch aus Ostafrika gekommen? Kurzum, sind wir nicht alle zugezogen?

Homöopathie hilft, aber anders, als die Homöopathen denken

Ich habe den Eindruck, dass gegen die Homöopathie gewettert wird, weil alle glauben, sie verstanden zu haben. Sie gehen davon aus, dass das, was Hahnemann über die Wirkungsweise seiner Methode zu wissen glaubte, die Wahrheit sei. Leider, leider glauben es die Homöopathen selber. Und es kann auch gar nicht anders sein in einem Kulturkreis, für den nur Chemie und Physik zählen. Haben Sie alle verpasst, dass es ein Umdenken gibt? Man hat längst begonnen, den Menschen als ein höchst sensibles Konstrukt zu verstehen, in dem Körper und Geist oder Seele ihre Funktion entfalten. Die Seele lässt sich nicht mit Physik und Chemie ergründen, und doch ist sie da, ist mehr oder weniget krank oder gesund und übt Wechselwirkungen auf den Körper aus. In diese wirken all die alternativen Methoden. Daher sind ihre Wirkungen natürlich nicht mit physikalischen oder chemischen Tests zu beweisen. Um klar zu machen, wie Homöopathie wirkt oder funktioniert, bitte ich den geneigten Leser, sich die klassische Methode der homöopathischen Behandlung vor Augen zu führen: Der Therapeut setzt sich mit dem Patienten zusammen, ergründet das gesamte Spektrum seines Befindens und sucht dann das eine einzige Mittel, dass auf das Gesamtbild der Beschwerden passt. Diese Anamnese kann lange dauern. In dieser Zeit fühlt sich der Patient verstanden und geborgen, lernt sich selbst kennen und kann zur Ruhe kommen. Das können Sie nicht messen, das wirkt auf die seelische Verfassung und stärkt die Selbstheilungskräfte, die bekanntlich immens sind. Wenn der Patient anschließend abängeleitet wird, Zuckerkügelchen oder Alkoholtropfen zu sich zu nehmen, kommt es wiederum nicht darauf an, was da noch drin ist, sondern auf die geistige Konzentration bei der Einnahme, was mit einer fernöstlichen Meditationsübung vergleichbar ist und ebenfalls zu Ruhe und der sprichwörtlich in ihr liegenden Kraft führt. Indem der Patient sich mantramäßig vor Augen hält: „Dieses Mittel hilft mir,“ hilft er sich in Wirklichkeit selbst.

Jede andere Behauptung über die Wirkungsweise lehne ich ab. Hahnemann glaubte, die eingesetzten Stoffe würden helfen. Das ist durch die moderne Analyse widerlegt. Homöopathen, die das glauben, sind nichts als gläubige Jünger, keine Wissenschaftler, obwohl sie tatsächlich heilen können, wenn sie die Methode nur streng anwenden. Vielleicht müssen sie dran glauben, um unter ihresgleichen bestehen zu können.

In demselben Sinne lehne ich die sogenannten Komplexmittel ab. Wenn Sie meiner Argumentation folgen konnten, wissen Sie warum.

Ferner muss ich aus demselben Grund die Verabreichung von Homöopathika in Apotheken over the counter ohne vorhergehende Anamnese ablehnen.

English in today’s German language

It seems difficult to describe the problem to a foreigner.

As all other languages, German has a large amount of loanwords. Some are very old and feel like a part of the language, some describe things or facts previously unknown which came to us with their foreign word, some describe a fact more precise or in one word instead of a long explication.

Now, since the war, American culture began to flood our country, including music and science. While I grew up I observed that German songs were replaced by English productions whose lyrics at first were translated and finally accepted in their original language. In turn, German bands began to produce in English language. Except for the time being, where German-language so-called popular music (Volksmusik) is high up in the charts (I see parallels to new nationalist politics), we have sort of an English sub-culture now. Adding to this, modern science talks English so that many technical terms are used in English instead of their German translation. Even this is still acceptable to s degree.

I should add that English is taught in the Lower Secondary Education (Level 2), i. e. to everybody.

However, there is a wide-spread tendency to use English terms without any of the above mentioned legitimations. They are only used to prompt attention, let the spesker or writer look educated, modern or „cool“ (cool is on of these words), and there is a widespread use or, in many peoples‘ eyes, abuse in this sense in the advertisements. The examples in the above cut-out show this usage in the names for events (event is also such a word). I could try and make examples in English:

„Tomorrow is a big ereignis. Everybody finds it kühl to go there. A kapelle will play which is famous for their klang. Afterwards we’ll frieren at a nice platz.“

That’s the language you can hear and read everywhere. The advertisements are similar, I could walk through the town and take pictures, or you could watch it on satellite TV.

Amnesty International macht europäische Regierungen verantwortlich für steigende Todeszahlen von Flüchtlingen im zentralen Mittelmeer

Die Regierungen schaffen es weder die Schiffbrüchigen zu retten noch die Fluchtursachen zu bekämpfen. Ich frage mich, ob sie es überhaupt wollen.

Einer der öffentlich-rechtlichen Sender enthüllte kürzlich, dass die Handelspolitik der EU die betroffenen Länder zwingt, Importe zu akzeptieren, die die heimische Wirtschaft zerstören und die Bevölkerung als unmittelbare Folge zu uns treibt, wo sie dann unter dem Druck steht, viel Geld nach Hause zu transferieren, was wiederum zur Isolation in einer einseitigen Lebensführung führt, die einer Integration im Wege steht.

Zumindest für den Senegal wurde das nachgewiesen, dessen traditionelle Ernährung Unmengen Tomaten und -mark benötigt, welche aber aufgrund eines Handelsabkommens mit der EU aus Italien eingeführt werden müssen, so dass die Bauern mangels Absatz verarmen und eine gezeigte Tomatenmark-Fabrik schließen musste.

EU-Landwirtschaft: Nach innen Planwirtschaft, nach außen Imperialismus. Man prüfte alles und behielt – das Schlechteste.

Kinderarmut – was ist das?

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Kinderarmut und normaler Armut?

Oder ist Kinderarmut das Gegenteil von Kinderreichtum?

Wir werden regelrecht eingelullt mit un- und missverständlichen bzw. in ihrer Bedeutung gewandelten Schlagworten. Damit schlagen sie uns, bis wir’s kapiert haben. Und das nennt sich dann zu allem Überfluss auch noch politisch korrekt. Ich könnte so 🤮

Trump und seine Widersprüchlichkeit mal anders gesehen

Trump hat sich zum wiederholten Male selbst widersprochen, als er in Helsinki gegen die Anklage gegen russische Geheimdienst-Mitarbeiter wetterte, die doch sein eigenes Justizministerium erhoben hat.

Aber seien wir froh, dass er sich diese Offenheit als mächtigster Mann der Erde erlauben kann. Er ist ja nicht der einzige Staatsführer, der anders redet, als er handelt, aber das Handeln der anderen findet im Verborgenen statt, der Bürger wird also belogen.

Trump dagegen zeigt offen, dass Politikern nicht zu trauen ist, und bestätigt damit, was bisher nur Verdacht war. Dafür kann man ihm dankbar sein.

Mit Jeans in die Kaiserzeit

Mir fällt immer mehr die Diskrepanz zwischen historischer und aktueller Kultur auf. Die aktuelle ist nicht zu Unrecht eine proletarische. Relikte früherer Zeiten erscheinen glanzvoll.

Treffen sie aufeinander, entsteht ein verwirrender Kontrast, wie hier zwischen Stickerei und Jeans.

(Bild: https://www.infranken.de/regional/artikel_fuer_gemeinden/zum-jubilaeum-gibt-es-eine-neue-fahne;art154303,3486427)

„FIFA WM 2018, präsentiert von Check24 das? Vergleichsportal“

Wie sollen die Kinder deutsch lernen bei solchen Fehlern im Fernsehen. Schließlich heißt es „präsentiert von Check24, dem! Vergleichsportal“.

Ich weiß, dass es sich um eine geschützte Wortmarke handelt und dass der Schutz nicht gilt, wenn sie verändert wird. Aber eine Deklination verändert dich nichts, oder?

Tja, da sind die Juristen halt anderer Meinung; ausgerechnet die Juristen, für die saubere Formulierungen zum Handwerkszeug gehören.

Wir halten fest: Die deutschen Juristen nehmen sprachlichen Unfug in Kauf, statt mutig zu entscheiden, dass deklinierte Wortmarken mit geschützt sind.

Trump ist kein Idiot

Trump als Idioten hinzustellen ist eine geschickte Ablenkung von der Tatsache, dass er der mächtigste Mann der Welt ist mit sehr gefährlichen Vorstellungen, die er auch in die Tat umsetzt. Wäre er wirklich ein Idiot, wäre das sogar noch weitaus gefährlicher.

Egoismus bei Unternehmern

Leider ist Egoismus die generelle Haltung unserer Gesellschaft. Es gab eine Phase, in der Egoismus ganz explizit als Tugend aufgebaut wurde. Damals hatte es sicher schon angefangen, es gab aber noch zaghafte Stimmen dagegen.

Egoismus als Haltung von Unternehmern gegenüber ihren Angestellten, auch Ausbeutung genannt, ist heute so verbreitet, dass selbst Wissenschaftler sich schwer tun, sie den Unternehmern des 19. Jahrhunderts nicht zu unterstellen.

Damals begann beispielsweise der soziale Wohnungs- und Städtebau. Gerne wird den damaligen Herren unterstellt, dass sie damit Abhängigkeit und Zwang festigen wollten. Dass es sich dabei um bahnbrechende zivilisatorische Errungenschaften handelte, wird gerne ignoriert oder gar bestritten. So führt die Haltung heutiger Sklavenhalter zur Verunglimpfung der früheren, während dasjenige, was damals wirklich schlecht war, den heutigen zur Absolution gereicht.
Ich werde noch irre.

Zum Bürgerkrieg in Syrien

Seit die Amerikaner sich in Arabien einmischen, wird es dort immer schlimmer. Sie haben die dort erfolgreichen Diktaturen abgeschafft, durch unangemessene Demokratien ersetzt und ein Chaos geschaffen.

In Deutschland hat es 101 Jahre gedauert (1848-1949), bis die Demokratie einigermaßen funktionierte. Lassen wir den Arabern doch bitte auch die Zeit, die sie benötigen.

Gewinn durch Betrug?

Wird der Geschäftserfolg von Unternehmen heute nur noch mit betrügerischen Methoden herbeigeführt? Nein, sicher nicht allgemein, aber doch zuhäufig.

Es scheint in Mode zu kommen, nicht auf die Qualität der Produkte zu setzen und sie herauszustellen, sondern die Qualität möglichst weit zu senken und die Qualitätsmängel zu verbergen. Eine verkehrte Welt!

Letztlich wird dem Kunden das Kauferlebnis vermiest, indem er genötigt wird, verborgene Mängel und andere betrügerische Absichten aufzudecken, wobei er sich vom schönen Schein nicht blenden lassen darf.

Erziehen sich unsere Jugendlichen heute selbst oder gegenseitig?

In Hörde hat kürzlich eine Sechzehnjährige eine Fünfzehnjährige erstochen, weil sie während einer Prügelei gestürzt war und sich dabei einen Fleck auf der Hose zugezogen hatte. „Das ist heute so,“ bestätigen Jugendliche der Zeitung. (www.ruhrnachrichten.de/Staedte/Dortmund/Last-der-vielen-Fragen-erdrueckt-Hoerder-Jugendliche-1260410.html berichtet dies nicht, es steht nur in der Printausgabe vom 26.02.2018.)

Wer bringt unseren Jugendlichen eigentlich ihre Wertvorstellungen bei?

Ist es wirklich so, wie es mir schon seit Jahren scheint, dass sie von ihren überlasteten Eltern nach draußen geschickt werden, wo sie sich mit Mühe und Not gegenseitig zu erziehen versuchen? Anders kann ich mir solche Entgleisungen nicht erklären.

Die Eltern bestehen doch sonst so gerne auf ihrer heiligen Fürsorgepflicht. Und merken die Lehrer nichts? Der Staat mischt sich doch sonst auch überall so gerne ein.

Was passiert hier gerade?

Die Abgeordneten sind unser neuer Adel!

Aus dem großen Interesse an den Berichten der Regenbogenpresse über die Adeligen ersieht man die große Affinität der Masse zu hochstehenden Personen, zu denen man aufschauen kann. Nun wurde der Adel ja 1919 abgeschafft (in Österreich noch gründlicher, wenn auch erfolgloser als bei uns, aber immerhin). Wurde dieses Vakuum gefüllt? Ich sage ja.

Unsere neuen Adeligen sind die Abgeordneten. Davon bin ich überzeugt, seit ich gesehen habe, wie sie beim Militär – wo ich gearbeitet habe – regelrecht hofiert wurden, eben wie Fürsten am Fürstenhof.

Man vergleiche weiter: Sie halten sich für wichtig, habe die Macht, Gesetzte zu machen, haben Geld, von dem man nicht weiß, wie legal es ist. Sogar die Tatsache, dass sie gewählt werden, passt ins Bild, denn ursprünglich sind die Adeligen auch einmal gewählt worden, damals in germanischen und keltischen Zeiten.

Nicht dass mich das a priori stören würde; nur, seit mir das klar wurde, wundere ich mich weniger.

Nach drei Monaten Leiche gefunden

Wie oft haben wir das schon gelesen. Wie kann das passieren?

Wir haben uns angewöhnt, möglichst ganz für uns alleine zu leben. Der Anteil der Single-Haushalte beträgt 50%! Es scheint zu funktionieren. Noch nie zuvor war es dem Durchschnittsbürger möglich, alle Anforderungen des Lebens als Einzelkämpfer völlig auf sich gestellt zu bewältigen.

Bis in die zweite Hälfte des vergangenen Jahrhunderts lebten wir in einer hoch arbeitsteiligen Gesellschaft. Jeder spielte buchstäblich eine Rolle, war ein notwendiges Rad im Getriebe der Gesellschaft. Und heute?

Den größten Teil des Haushalts erledigen Maschinen. Das technische Umfeld bauen wir uns mit Hilfe der Baumärkte. Einkäufe erledigen wir online, wann immer Zeit ist. Auch im Job müssen wir ein immer größeres Spektrum abdecken, da es immer weniger Kollegen gibt. Jeder scheint alles selbst zu können.

Und plötzlich macht es Spaß. Wir sind unser eigener Herr. Wir brauchen die anderen nicht mehr. Noch schlimmer, sie erscheinen mittlerweile als störend. Sie stehen im Weg, sind vor uns, nehmen Platz und Aufmerksamkeit ein, der doch uns zusteht! Mir! Es gibt ja kein „uns“ mehr. (Entschuldigung, ich meine nicht die, bei denen es noch funktioniert, sondern die anderen, die auffällig anderen, die – wie ich fürchte – andere Hälfte.)

So wird aus dem Spaß eine neue Art von Kampf, ein Kampf jeder gegen jeden, zur Verteidigung unserer vermeintlichen Ansprüche. Vordrängeln, Ellenbogen einsetzen, Übersehen. Nur nicht die wenigen, auf die wir dann doch noch angewiesen sind.

Wie den Masseur. Meine Lieblingsgeschichte: Ich warte beim Masseur. Ein Patient kommt herein. Kein Gruß, kein Blick. Dann erscheint der Masseur. Unterwürfigst springt der Patient auf und begrüßt ihn überschwenglich und devot.

Oder wenn mir was passiert, dann muss nicht ein Nachbar, sondern ein Rettungshubschrauber kommen. Denn ich bin wichtig.

Früher, ja, da waren wir wirklich wichtig und konnten uns Demut leisten. Heute müssen wir uns wichtig machen, denn wir sind unwichtig geworden. Man kann uns freisetzen, mit Hartz IV abfinden, rumschubsen, und wenn wir tot sind, darf die Beerdigung nichts kosten.

Auch Stalking…

Auch Stalking gehört zu den Auswüchsen einer atomisierten Gesellschaft. Stalker verbeißen sich in eine Idee. Wer könnte das verhindern? Es fehlt an einer sozialen Kontrolle. Würde der werdende Stalker von einer anderen Gemeinschaft aufgefangen oder würde sich jemand vertrauenswürdiges um ihn kümmern, wäre sicher ein Großteil der Faktoren, die ihn zum Stalkibf treiben, beseitigt oder im Griff.

Aber wir sollen uns ja nicht und wollen uns auch gar nicht mehr einmischen. Wir leben ja alle so perfekt trotz Isolation. Es scheint zu funktionieren. Bei fast allen…

Der „Black Friday“-Hype

Ich verstehe die Begeisterung für einen Schwarzen Freitag nicht. Da können sich nur Leute drüber freuen, die sich in Geschichte nicht auskennen oder die Wikipedia nicht lesen. Dort steht nämlich:

Für ihren Schwarzen Freitag vom 25. Oktober ist heute noch der Zusammenbruch der New Yorker Börse 1929 bekannt, der die Weltwirtschaftskrise auslöste. Am Mittwoch, dem 23. Oktober, war der Dow Jones Industrial Average von 326,51 vom Vortag auf 305,85 gefallen, und am „Schwarzen Donnerstag“ (Black Thursday), dem 24. Oktober 1929, fiel er nochmals um 6,38 Punkte auf 299,47. In Europa kennt man den Tag wegen der Zeitverschiebung als „Schwarzen Freitag“, da es hier bereits nach Mitternacht war.

Keine Unterstützung für Unternehmen, die keine Steuern zahlen – ja klar, oder?

Gerade sehe ich Lanz. Es wird berichtet, dass ein Geschäft in Hamburg schließen musste, weil es gegen die Konkurrenz von Amazon nicht ankam.

In der Diskussion wurde dann zu bedenken gegeben, dass der Verbrauchrr ja auch mal überlegen müsse, wo er kauft.

BITTE?

Es ist das Recht des Verbrauchers, da zu kaufen, wo es am günstigsten ist. Das ist betriebswirtschaftlich richtig.

Wenn es jemanden gibt, der das regeln kann , ist das der Staat.

Ich höre meine Leser stöhnen: „Ja, ja, der Ruf nach dem Staat!“

Jawohl, der Staat, der uns nämlich eine soziale Marktwirtschaft schuldet!

Steuervermeidung

Gerade sehe ich Lanz. Es wird berichtet, dass es erfolgreichen Widerstand seitens „der Lobby“ gegen die Abschaffung bestimmter Möglichkeiten zur Steuervermeidung gibt.

Nun ist es ja das gute Recht der Lobby, ihre Wünsche zu äußern.

Es muss dann aber auch genügend Abgeordnete gegeben haben (und das in einer großen Koalition!), die das unterstützen. Wahrscheinlich, weil es ihnen selber nützt.

Aber das Schimpfen auf die Abgeordneten würde sofort aufhören, wenn allen bewusst wäre, dass die Abgeordneten die moderne Form des Adels sind und sich deshalb auch ganz genauso benehmen.

Wer wie ich beim Bund war und erlebt hat, wie Abgeordnete dort hofiert werden, weiß, was ich meine.

Die Polizei, Deine Kindergartentante

Es ist immer wieder rührend anzusehen, wie Polizisten ertappten Verkehrssündern die Verkehrsregeln und ihre Bedeutung erklären. (Interessanterweise stimmen dabei sogar Realität und deutsche Fernsehserien überein.)

Dabei kann ich mir nicht vorstellen, dass die Polizeiführung wirklich daran glaubt, dass das etwas hilft.

Jeder kennt die Straßenverkehrsordnung.

Jeder weiß, dass Autofahren gefährlich ist. (Ok, seit es angstfreie Erziehung gibt, scheint dieses Wissen nachzulassen.)

Jeder weiß, dass zu schnelles Fahren noch gefährlicher ist.

Jeder weiß, dass zu schnelles Fahren an Kindergärten und Altenheimen auch noch rücksichtslos ist.

Und dennoch diese hingebungsvollen Ermahnungen und Erklärungen am „Tatort“.

Wer wider besseres Wissen solche oder andere Übertretungen begeht, ist offenbar unwillig oder zu dumm. Da nützt auch kein Nachhilfeunterricht. Das Knöllchen kommt ohnehin, und im Portemonnaie tut es meist am wehesten.

Die Polizei ist ein Staatsorgan und keine Erziehungsanstalt. Es muss doch genügen, wenn die Beamten die Übertretung feststellen und das Strafmandat ausstellen. Das spart Zeit und bestimmt auch Nerven.

Чи мій батько народив дітей на війні в Україні?

Hat mein Vater im Krieg in der Ukraine Kinder gezeugt?

German Terms In American Advertising (please contribute!)

Advertisements in Germany are full of English terms (if they advertise „luxury products“).

I wonder if there is a comparable amount of German terms or words in American advertisements.

If there are such ads, please post them here, either as citation or as image.

I’m sure that we’ll have a lot of fun.

Sprachstil im Fernsehen

Warum werden ausgerechnet in Kochsendungen Fäkalworte benutzt? Sie sind schon sonst schlimm genug, aber in der Küche befinden wir uns unbedibgt im Status „vorher“. Da hat das „nachher“ absolut nichts zu suchen.

Nicht nur die Laien, sondern auch die Profis sind da hemmungslos, und niemand sagt was, nicht mal der Moderator (so vorhanden).

Einmal habe ich mich beschwert, ich glaube, bei VOX. Die Antwort war nicht mehr als „wir geben das weiter.“

Rechtspopulistische FPÖ?

Immer wieder wird die eine oder ander Partei als „populistisch“ oder noch lieber als „rechtspopulistisch“ bezeichnet. Wie es aussieht, soll sie damt verunglimpft werden.

Aber was ist Populismus eigentlich?

Der Duden (21. Auflage) erklärt den Begriff als opportunistische Politik, die „die Gunst der Massen zu gewinnen sucht“.

Versuchen das nicht alle Parteien? Warum ist es den einen erlaubt, währed die anderen dafür beschimpft werden dürfen?

Ich selber verstehe unter Populismus, was auch die Wikipedia meint: Dem Volk nach dem Mund reden. Bei den nicht als Populisten bezeichneten Parteien nennt man es Wahlversprechen.

Homöopathie

Homöopathie ist sowohl eine Heilmethode als offenbar auch eine Weltanschauung. Verzweifelt kämpft sie um Anerkennung als Heilmethode und leidet dabei unter dem mangelnden Wirkungsnachweis.

Diesen Nachweis auf die gleiche Weise zu erbringen wie bei „normalen“ allopathischen Mitteln scheint unmöglich zu sein. Immerhin gibt es Verdünnungen („Dilutionen“), die so hoch sind, dass pro Fläschchen kein einziges Molekül des Wirkstoffes mehr enthalten sein kann.

Leider lässt es das Selbstverständnis der Homöopathen nicht zu, andere Nachweise ins Auge zu fassen. Daher muss man sie als Weltanschauung einstufen. Denn es wäre ein Leichtes, ihre Eirkung nachzuweisen, wenn sie bereit wäre, ihre eigenen Postulate in Frage zu stellen.

Die Wirkung von Homöopathie beruht in Wirklichkeit nicht auf dem vorschriftsmäßigen Schütteln der Dilutionen, sondern auf zwei Säulen, die beide psychologischer Natur sind, nämlich der intensiven Beschäftigung des Therapeuten mit dem Patienten auf der Suche nach dem passenden Mittel und dem Placebo-Effekt dieser Mittel, der nachgewiesenermaßen zu rund 50 % auch für allopathische Mittel gilt.

Weil „denn“ sagen ist mir zu schwer?

Eine sprachliche Nachlässigkeit, wer weiß wo und warum entstanden, breitet sich – nicht zuletzt durch weitgehenden Missbrauch im TV – rasant in Deutschland aus. Ich meine den Satzbeginn…

Quelle: Weil „denn“ sagen ist mir zu schwer?

Nur noch kurze Zeit…

… dann werde ich hier vermehrt posten. Mein nächstes Projekt ist Erlernen wie es besser geht. Dann geht’s los mit Volldampf.

Sicher reisen

Falls jemand diese Zahlen gesucht hat:

Pro eine Milliarde Personenkilometer gab es an Verkehrstoten:

  • 0,003 im Flugzeug
  • 0,040 in der Eisenbahn
  • 0,160 in der Straßenbahn
  • 0,170 im Bus
  • 2,900 im Auto

Quelle: Welt der Wunder 1/16 S.98

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